Warum der Versuch von Microsoft, Chrome und Firefox Installationen zu stoppen zu nichts Gutem führen kann

Dass Microsoft versucht seine Nutzer zu überzeugen, beim Edge Browser zu bleiben ist nicht wirklich etwas Neues, da das Unternehmen Schwierigkeiten damit hat, die Nutzerbase des Browsers zu steigern, seit dem Beginn vom Windows 10.

Manchmal jedoch, greift der Redmond-basierte Software Gigant zu Taktiken, die leicht als zu aggressiv gegen die eigenen Nutzer gesehen werden können.

In der Vergangenheit hat Windows 10 direkt auf dem Desktop Popups gezeigt, um die Fähigkeiten von Edge hervorzuheben, während in manchen Fällen der Browser resettet wurde, wenn das Betriebssystem geupdatet wurde.

Microsofts Bemühungen, die Nutzer zu zwingen Edge auszuprobieren und dann täglich zu nutzen, haben bis jetzt eher versagt, laut Daten von Drittanbietern.

NetMarketShare, einer der führenden Anbieter von Marktdaten, zeigt, dass Microsoft Edge auf nur etwas über 4 Prozent der PCs genutzt wird, während Google Chrome, welches momentan die erste Wahl in der Browser Welt ist, einen Anteil von über 60 Prozent hat.

Der Unterschied ist gewaltig und obwohl Microsoft alles versucht um mehr Nutzer dazu zu bewegen Edge zu nutzen, war quasi alles erfolgslos.

Und dennoch hat die Nummer Eins der Software Unternehmen erst kürzlich wieder zu Taktiken gegriffen, die vermutlich mehr Schaden anrichten, als dass sie helfen.

Wann immer Nutzer versuchen Google Chrome oder Mozilla Firefox zu installieren, wird eine Warnung angezeigt, die daran erinnert, dass Microsoft Edge bereits auf Windows 10 vorhanden ist. Dass Microsoft die Installation von Browsern von Drittanbietern unterbricht, ist sicherlich etwas, was man nicht erwarten würde und das Unternehmen sagt, es sei nur ein Experiment. Für den Moment jedenfalls, möchte das Unternehmen schauen, wie dieser Ansatz bei den Nutzern ankommt.

Microsoft probiert dieses Verhalten zu diesem Zeitpunkt nur in Insider Builds und es steht noch kein Plan es im aufkommenden Oktober 2018 Updaten mit einzuschließen.

Dennoch kann so ein Ansatz nicht gut sein; schlimmer noch, es liefert nur Zündstoff für die Kritik, die der Software Gigant erhält wann immer versucht wird Edge in einer aggressiveren Art zu promoten.

Als allererstes kann die Unterbrechung der Installation eines Browsers von Drittanbietern nur zu mehr Frustration unter den Nutzen führen, da es den Prozess als solches in die Länge zieht. Das wirkt sich auf Windows 10 aus, ein Betriebssystem, das auf dem Konzept basiert, Produktivität so stark wie möglich zu fördern.

Zweitens, indem diese Warnungen vorab eingebaut sind, wendet sich Microsoft an das falsche Publikum. Windows Insider sind meistens Power Nutzer, die fähig genug sind zu entscheiden, welchen Browser sie nutzen möchten und solche Anzeigen sind nicht wirklich ihr Ding.

Eine ähnliche Idee wurde von Beginn an noch früher in diesem Jahr kritisiert, als Microsoft, Edge zum Standardbrowser für Links in der Windows 10 App machen wollte. Die meisten Insider kritisierten das Unternehmen stark dafür, dass sie gezwungen wurden, bei einem bestimmten Browser zu bleiben und Microsoft ließ den Plan schließlich fallen und erlaubte Nutzen, Links in dem Browser ihrer Wahl zu öffnen.

Wenn man etwas von alldem lernen kann, ist es, dass es niemals eine gute Idee ist, Nutzern eine bestimmte App aufzuzwingen, da die meisten solcher Entscheidungen generell auf irgendeinem Wege zurückfeuern.

Microsoft hat dieses Verhalten noch gar nicht für alle verfügbar gemacht und es ist ziemlich klar, dass niemand damit einverstanden sein wird. Glücklicherweise ist Feedback immer noch sehr wichtig für das Unternehmen, also muss man keinen aggressiven Push in Sachen Edge erwarten.

Auf der anderen Seite scheint das Unternehmen noch nicht gewillt zu sein, seine Strategie aufzugeben, um Edge auf irgendeinem Wege mehr genutzt zu sehen, daher kann man früher oder später ähnliche Ideen erwarten.

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